
DORA: Stärkung der digitalen operationellen Resilienz
Die Digital Operational Resilience Act (DORA) richtet sich an Unternehmen in der Finanzbranche sowie an IT-Dienstleister und weitere systemrelevante Akteure. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit gegenüber IT-Störungen, Cyberangriffen und anderen operativen Risiken zu stärken. Betroffen sind Kreditinstitute, Versicherungen, Zahlungs- und E-Geldinstitute sowie Anbieter kritischer IT-Dienstleistungen, wie Cloud-Anbieter oder Softwareentwickler.
DORA verpflichtet diese Akteure zu umfassenden Maßnahmen, darunter:
- Etablierung eines robusten IT-Risikomanagements: Risiken in IT-Systemen müssen frühzeitig erkannt, bewertet und durch präventive Maßnahmen minimiert werden.
- Sicherstellung der kontinuierlichen Verfügbarkeit: Unternehmen müssen ihre IT-Systeme und kritischen Prozesse so gestalten, dass diese auch unter außergewöhnlichen Umständen zuverlässig funktionieren.
- Regelmäßige Durchführung von Resilienz- und Stresstests: Schwachstellen in der IT-Infrastruktur sollen durch Tests identifiziert und beseitigt werden.
- Risikomanagement bei Drittanbietern: Externe Dienstleister, die kritische IT-Dienstleistungen erbringen, unterliegen strengen Kontroll- und Sicherheitsvorgaben.
Die Nichteinhaltung der DORA-Anforderungen kann zu rechtlichen Sanktionen führen und das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern erheblich beeinträchtigen. Für betroffene Unternehmen ist die rechtzeitige Umsetzung daher entscheidend, um sowohl Compliance als auch Geschäftskontinuität zu gewährleisten.